Das Programm „Jedem Kind ein Instrument“ startete 2003 in Bochum als Kooperation der städtischen Musikschule, der Zukunftsstiftung Bildung in der GLS Treuhand e.V. und der Grundschulen. Die Idee überzeugte: Anlässlich der Kulturhauptstadt 2010 beschlossen die Kulturstiftung des Bundes und das Land Nordrhein-Westfalen gemeinsam mit der Zukunftsstiftung Bildung, das Projekt auszudehnen. Mit neuem Konzept und unter der Trägerschaft einer eigens dafür gegründeten Stiftung entstand aus dem Bochumer Projekt ein Programm für das ganze Ruhrgebiet. Der Startschuss fiel im Schuljahr 2007/2008.

Nach der vierjährigen Einführungsphase verabschiedeten sich wie geplant die Kulturstiftung des Bundes und die Zukunftsstiftung Bildung in der GLS Treuhand e.V. aus der Förderung des Programms. Das Land Nordrhein-Westfalen übernahm ab dem Schuljahr 2011/12 mit rund 8,7 Millionen Euro jährlich die alleinige Förderung. Im Schuljahr 2014/15 nehmen 42 Kommunen, 52 Musikschulen, 576 Grundschulen, 25 Förderschulen und rund 60.000 Kinder am JeKi-Programm teil.

Um allen Kommunen in NRW eine Teilnahme an dem Programm zu ermöglichen, wird es mit neuem Konzept ab dem Schuljahr 2015/16 unter dem Namen „JeKits – Jedem Kind Instrumente, Tanzen, Singen“ in NRW starten. Parallel dazu wird der letzte im Schuljahr 2014/15 gestartete Jahrgang von „Jedem Kind ein Instrument“ bis zum Schuljahr 2017/18 auslaufen.

Auszeichnungen

Das Bochumer Projekt „Jedem Kind ein Instrument“ erhielt vor der Ausweitung auf das gesamte Ruhrgebiet verschiedene Auszeichnungen.

2005

„INVENTIO“

Preis für musikpädagogische Innovationen, ausgeschrieben vom Deutschen Musikrat und der Stiftung „100 Jahre Yamaha“ e.V. Der Förderpreis INVENTIO unterstützt musikpädagogische Innovationen in ihrem Wirken und soll aktive Anreize zur Entstehung neuer Projekte geben. Das Projekt „Jedem Kind ein Instrument“ der Zukunftsstiftung Bildung in der GLS Treuhand e.V. aus Bochum erhielt in diesem Jahr mit € 2.500,- das höchste Preisgeld in der Kategorie „Förderung der Kooperation von Musikschule und allgemein bildender Schule (Ganztagsschule) sowie anderer Institutionen und Einrichtungen“.

2006

Ideenwettbewerb 2006, NRW Bank

Der 2006 erstmalig veranstaltete Ideenwettbewerb der NRW Bank stand unter der Schirmherrschaft von NRW-Innenminister Wolf. Es bewarben sich fast 70 NRW-Kommunen und -Kreise mit über 100 innovativen Projekten. „Jedem Kind ein Instrument“ wurde in der Kategorie „Innovationsideen aus der kommunalen Verwaltung“ ausgezeichnet.

„Jugendkulturpreis NRW“

268 Institutionen und Initiativen hatten sich beworben. „Jedem Kind ein Instrument“ wurde einer der vier „Anerkennungspreise“ verliehen. Im Rahmen eines Jugendfestivals in der Bochumer Jahrhunderthalle wurden die Preise unter Anwesenheit der Staatssekretärin Dr. Marion Gierden-Jülich vom NRW-Ministerium für Generationen, Familie, Frauen und Integration übergeben.
Das ruhrgebietsweite Programm „Jedem Kind ein Instrument“ erhielt folgende Auszeichnung:

2009

Innovationswettbewerb „365 Orte im Land der Ideen“

Das Programm „Jedem Kind ein Instrument“ ist Preisträger des bundesweit ausgetragenen Innovationswettbewerbs „365 Orte im Land der Ideen“. Aus mehr als 2.000 eingereichten Bewerbungen wurde „Jedem Kind ein Instrument“ von einer unabhängigen Jury 2009 als Botschafter für das Land der Ideen ausgewählt. Die Veranstaltungsreihe wurde gemeinsam von der Deutschen Bank und der Standortinitiative „Deutschland – Land der Ideen“ unter der Schirmherrschaft von Bundespräsident Horst Köhler durchgeführt.