JeKits soll im kommenden Schuljahr vollumfänglich an den Grund- und Förderschulen angeboten werden ­– nicht trotz, sondern gerade wegen der Pandemie-Anpassungen im Schulbetrieb. Das Ministerium für Kultur und Wissenschaft hat dazu gemeinsam mit der JeKits-Stiftung, der Bezirksregierung Arnsberg und dem Landesverband der Musikschulen NRW ein flexibles Maßnahmenpaket für das Landesprogramm geschnürt. Künftig erhalten die Bildungspartner vor Ort einen größeren Handlungsrahmen, um inhaltlich wie strukturell möglichst flexibel auf die aktuellen Hygiene- und Abstandsregeln sowie die lokalen Gegebenheiten an den 1.012 JeKits-Schulen reagieren zu können. So sollen etwa durch eine verlängerte Anmeldefrist, eine herabgesetzte Mindestteilnehmerzahl und digitale Angebote auch im kommenden Schuljahr möglichst viele Kinder an musikalisch-tänzerischer Bildung teilhaben.

Die wichtigsten Anpassungen, gültig für das Schuljahr 2020/21:

  • Die Anmeldephase für JeKits 2 für das Schuljahr 2020/21 läuft auch im neuen Schuljahr noch bis zum 30. September 2020 weiter. Außerdem ist es möglich, bis zum 28. Februar 2021 einzelne Anmeldungen aus dem laufenden Schuljahr nachzureichen, die förderrelevant sind.
  • Die Mindesteilnehmerzahl für JeKits 2 wird für das Schuljahr 2020/21 ausgesetzt.
  • Die Bildungspartner können den Unterricht in JeKits 1 und JeKits 2 der Lage flexibel anpassen: Falls Präsenzunterricht nicht stattfinden kann, ist digitaler Fernunterricht möglich; eine Kombination aus beidem ebenfalls. Bei temporärem Unterrichtsausfall können andere Formate wie z.B. projekt-bezogene Angebote Anwendung finden.
  • Unterrichtsinhalte in JeKits 2 können angepasst werden, wenn die Beibehaltung des ursprünglichen Inhalts aufgrund gültiger Bestimmungen und Verordnungen des Landes NRW zu Unterrichtsausfall führen würde. Sollte beispielsweise das gemeinsame Singen nicht möglich sein, können andere Inhalte (Musizieren mit Orff-Instrumenten, Bodypercussion etc.) vermittelt werden.
  • Sollte die Durchführung von JeKits-Orchesterunterricht wegen der dann geltenden Verordnungen nicht möglich sein, ist eine Umwidmung der geförderten Orchesterstunden in Instrumentalgruppenunterricht möglich. Möglich ist zudem eine Aufteilung des Orchesters in kleinere Gruppen, dann mit zeitversetzter oder verkürzter Unterrichtszeit.